Die wesentliche Neuerung von Windows 10 ist die Umstellung von einem herkömmlichen Betriebssystem zu “Windows as a Service”: Neue Funktionen spart Microsoft nicht mehr jahrelang für die nächste Windows-Version auf, sondern liefert sie als Funktions-Updates aus, sobald sie fertig sind. Als fertig gelten sie, wenn sie von den Teilnehmern des “Insider”-Programms getestet wurden. Dort gibt es sie zuerst im “Fast” und dann im “Slow”-Ring. Anschließend bekommen die Nutzer von Windows 10 Home die Updates, und zwar ohne dass sie eine Möglichkeit haben, das Einspielen zu verhindern.

Windows 10 Build 10162

Schon Windows 10 Build 10162 soll die bislang stabilste und schnellste Vorabversion des kommenden Betriebssystems sein. Neuere Builds sollen aber die Stabilität erhöhen, am Aussehen ändert sich nichts mehr.

Nutzer von Windows 10 Pro, Enterprise und Education hingegen dürfen das Einspielen verzögern, wenn sie wollen. An sich war das bereits bekannt, allerdings hatte Microsoft es in einem PDF so dargestellt, als gäbe es bis zu drei weitere Ringe für diese Editionen – es sind aber nur zwei Ringe, und den drei genannten Editionen steht nur einer davon zusätzlich zur Verfügung. Andre Hansel, “Senior Product Manager Windows & Devices” bei Microsoft, bestätigte gegenüber heise online, dass man bei den drei Edition nur die Wahl hat, Funktions-Updates sofort einzuspielen oder auf den Ring “Current Branch for Business” zu wechseln.

Im Ring “Current Branch for Business” kommen die Updates später, damit man sie vorher testen kann. Der genaue Zeitraum der Verzögerung steht noch nicht fest, vermutlich werden es mehrere Monate sein. Ein Punkt, der bislang so noch nicht klar war: Eine Option zum Auswählen einzelner Updates ist auch bei diesem Ring nicht geplant, auch nicht via WSUS oder ähnliche Mechanismen. Spätestens einige Monate nach Fertigstellung einer neuen Funktion wird sie bei diesen Editionen also auf allen mit dem Internet verbundenen Windows-10-Rechnern installiert sein.

Zeitfenster

Pro, Enterprise und Education vorbehalten ist “Windows Update for Business”. Das ist kein weiterer Ring, sondern eine Option, die das Festlegen von Wochentag und Uhrzeit des Einspielens erlaubt, aber kein längeres Herauszögern.

Außerdem erlaubt “Windows Update for Business” die Peer-to-peer-Verteilung der Updates im Netz und bietet eine Integration in Microsofts System Center.

Quelle: heise.online